Grüne fordern hauptamtliche Wirtschaftsfördererung

Die Grünen im Rat der Stadt Gehrden greifen eine alte Forderung wieder auf: Den hauptamtlichen Wirtschaftsförderer für Gehrden. Schon seit Jahren fordern die Grünen, eine Person einzustellen, die sich ausschließlich um die Belange der Wirtschaft kümmert, scheiterten aber immer am Widerstand der anderen Fraktionen. Auch die unabhängige Bürgermeisterkandidatin von 2014 – Gisela Wicke – forderte in ihrem Wahlkampf mehr Ressourcen für die Wirtschaft, insbesondere für die Innenstadt. „Es geht darum, neue Interessenten zu gewinnen und zu ermutigen, aber auch darum, bestehende Geschäfte in der Innenstadt zu halten“, sagte Wicke.
Mit dem Bioladen verlässt ein weiteres Geschäft die Innenstadt – hoffentlich nicht für lange. Gisela Wicke hofft sehr, dass die Stadtverwaltung dazu beitragen kann, damit der Bioladen eine Zukunft in Gehrden hat.
„Die Arbeit von Herrn Demirel für die Stadt Gehrden kann man nicht genug loben. Aber die komplette Wirtschaftsförderung kann Herr Demirel nicht mal so eben neben seinen vielfältigen weiteren Aufgaben schaffen“, sagte Wicke.
Die Argumente für einen Wirtschaftsförderer liegen weiterhin auf der Hand: Ein Wirtschaftsförderer bietet Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Kommunen, kann frühzeitig Interessenten zusammenbringen und hat ein Ohr für alle kleinen und großen Probleme von Ladeninhabern und Gewerbetreibenden.
Auch die Finanzierung eines Wirtschaftsförderers sei wenig problematisch: Ein Aufgabenfeld eines Wirtschaftsförderers ist es, Fördermittel für Gewerbetreibende und die Stadt einzuwerben. „Damit trägt er sich zum größten Teil selbst“, ist sich Gisela Wicke sicher.
Wicke will sich deshalb mit den Grünen auch in der nächsten Legislaturperiode wieder für einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer einsetzen. „Wir geben nicht auf“, sagte sie.

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