Grüne fordern die Aufwertung der Ehrenamtskarte

Anlässlich der Danksagungsfeier der Stadt Gehrden für alle ehrenamtlich Aktiven am 05.12.16 fordert die Gruppe Grüne / Linke im Stadtrat die Verwaltung auf, die Ehrenamtskarte attraktiver zu gestalten.

Die Ehrenamtskarte wird auf Antrag an ehrenamtlich tätige Personen ausgegeben. Sie soll den Helferinnen und Helfern symbolisch einen Teil ihres Aufwands ersetzen – zum Beispiel mit Vergünstigungen. Bislang erhalten Inhaber*innen der Ehrenamtskarte in Gehrden nur Rabatt im Delfibad und in der Bibliothek, jeweils 10 % werden gewährt. Zudem werden Werbeartikel mit 50 % Rabatt abgegeben. Nur ein nicht-städtischer Kooperationspartner, eine lokale Versicherungsagentur, bietet Ermäßigungen oder Vorteile an.

„Wir fordern die Verwaltung auf, weitere nicht-städtische Kooperationspartner für die Ehrenamtskarte zu gewinnen. Zudem sollte verstärkt auf die Karte hingewiesen werden, bislang gibt es keine aktive Bewerbung der Karte durch die Stadt“, so Patrick Ziemke, grüner Ratsherr und Mitglied im Sozialausschuss.

Einen entsprechen Antrag hat die Gruppe Grüne / Linke nun eingereicht. In der Vorlage werden außerdem die Gehrdener Vertreter im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund aufgefordert, sich in diesem Gremium für eine Reform der Ehrenamtskarte einzusetzen. Die Karte gibt es bislang nur unter sehr strengen Vorgaben, so muss die ehrenamtliche Tätigkeit bereits seit mindestens drei Jahren bestehen und an mindestens fünf Stunden in der Woche bzw. 250 Stunden im Jahr ausgeübt werden. Diese Bedingungen sind deutlich zu lockern.

„Zurzeit ist es fast einfacher das Bundesverdienstkreuz zu bekommen als die Ehrenamtskarte. Das darf so nicht sein. Schon nach einem kürzeren Zeitraum des Engagements und auch bei weniger Helferstunden sollte es die Karte geben!“, so Heinz Strassmann, Sprecher der Gruppe Grüne / Linke abschließend.

Download: Ehrenamtskarte Antrag Stadtrat

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